Erfolg- und erlebnisreich verliefen die beiden Senioren-Flugwochen, die der Aero-Club Gelnhausen seit nunmehr 21 Jahren für alle Segelflieger veranstaltet. Auch in hohem Alter fliegerisch fit zu bleiben, gehört inzwischen zur Sicherheitskultur des Aero-Clubs.
Fliegen in Gelnhausen
Wenn auch der Wettergott den Segelfliegern in diesem Jahr gut gesonnen war, bereiteten die schwierigen Platzverhältnisse in Gelnhausen den Senioren großes Kopfzerbrechen. So konnten in der ersten Woche in Gelnhausen keine Windenstarts, sondern erst ab Dienstagmittag Flugzeug-Schleppstarts durchgeführt werden. Die Ausfallzeit am Montag nutzten die Senioren um sich durch unseren Fallschirmpacker, Michael Jusek, über den Umgang mit dem Rettungsgerät auf den neuesten Stand bringen zu lassen.
Trotzdem wurden in den 3,5 Tagen der ersten Woche von den 30 Teilnehmern 119 Starts mit einer Gesamtflugzeit von 105 Stunden durchgeführt.
Der älteste Flugschüler des Aero-Clubs, Martin Backhaus, mit 68 Jahren, reist jedes Jahr zu den Senioren Flugwochen aus dem Westerwald an, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen.
Fliegen auf der Wasserkuppe
Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums wurden im vergangenen Jahr in der zweiten Woche auf der Wasserkuppe „Dem Berg der Flieger“ schöne Flüge durchgeführt. Dieses Ereignis war so erfolgreich, dass der allgemeine Wunsch bestand, auch in diesem Jahr eine Woche auf der Wasserkuppe zu fliegen.
Die beiden Doppelsitzer ASK 21 des Aero-Clubs wurden per Flugzeugschlepp von Gelnhausen auf die Wasserkuppe überführt. Eine Ka 8 und eine LS 4 wurden mit den Flugzeughängern transportiert.
Am Montag konnten wir nur einen Probestart an der Winde durchführen, den wir in 200 m aus Sicherheitsgründen abbrachen, da die Wolken über der Wasserkuppe zu tief waren.
Auch diesen Tag nutzten wir, um uns bei einer kleinen Wanderung über die Außenlandemöglichkeiten zu informieren. Außerdem besuchten wir erneut das Segelflugmuseum um uns einige Filme aus der Fliegerei anzusehen.
Am Dienstag früh begannen wir dann mit den Einweisungsflügen über den Höhen der Rhön, nachdem der Flugschulenleiter der Wasserkuppe, Harald Jörges, uns beim Briefing mit den Besonderheiten der Wasserkuppe vertraut gemacht hat.
An den uns verbleibenden 4 Tagen führten die 22 Teilnehmer, 186 vorwiegend Windenstarts, mit einer Flugzeit von 52 Stunden durch.
Erfreulicherweise stellte uns die Firma Alexander Schleicher Flugzeugbau, Poppenhausen für 2 Tage kostenlos ihren modernsten Einsitzer ASW28 (Foto) zum Probefliegen zur Verfügung. Einige Teilnehmer absolvierten damit an den beiden Tagen sehr schöne Flüge.
Aber auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Ein Grillabend mit Lagerfeuer vereinte die Gelnhäuser Segelflieger mit den Fliegerkameraden der Wasserkuppe, die sehr zum Gelingen dieser Flugwoche beigetragen haben.
15.06.2005 Bernd Boelts