Samedan 2005

Die vom Gebirgsflug begeisterten Gelnhäuser Segelflieger trafen sich in diesem Jahr vom 23. Juli - 13. August in Samedan im 38. Jahr.

Um dem gestiegenen Interesse in Gestalt einer höheren Teilnehmerzahl gerecht zu werden, wurden zwei Segelflugzeuge, nämlich die LS 4 D-6924 und die ASK 21 D-4826, dort eingesetzt. Als wichtige Voraussetzung für den Flugbetrieb, wie er in diesem Jahr ablief, erwies sich die Entscheidung zur Erneuerung der Sauerstoffanlagen in den Flugzeugen. Dies ist in erster Linie Clemens Stärk, unserem Segelflugreferenten zu verdanken.

Bis auf wenige Tage hatte der Wettergott großes Verständnis mit den Segelfliegern, was sich in einer hohen Flugstundenzahl widerspiegelte. Auch leistungsmäßig hatte das Oberengadin in diesem Jahr einiges zu bieten. So konnten gleich in der ersten Woche mit der LS 4 an 4 Tagen Wellenflüge erlebt werden.

Höhenrekord mit der LS4

Ein Höhepunkt war der Flug am 30.7.2005, bei dem Friedrich Schwacke mit der LS 4 lt. Logger eine Höhe von 7710 mNN (Ausklinküberhöhung 5614 m) erreichte. Dieser Flug hat auch in Samedan für ein wenig Aufsehen gesorgt und ist lt. Max Lamm, dem Vorsitzenden der Segelfluggruppe Oberengadin und Urs Bläsli, dem langjährigen Startleiter, einer der höchsten in Samedan überhaupt.

Vorausgegangen an den Tagen davor waren Flüge von Alfred Rochel und Friedrich Schwacke auf Höhen von 4500 bis 5600 mNN. In diesem Zusammenhang muss die gute Kooperation mit Skyguide der Schweizer Flug-sicherung betont werden, die diese Flüge ohne XPDR, bei dem hohen Flug, mit Freigabe bis FL 260, koordinierte und genehmigte.

Hervorzuheben ist auch das in vielen Jahren gewachsene gute und professionelle Verhältnis zum Flughafen Samedan. Vor allem Beat Margadant der Flugplatzchef und Urs Bläsli sind hier als gute Partner zu nennen.

Verwandte Links: Höhenrekorde

Besonderer Dank gilt dem langjährigen Segelflugreferenten Heinz-Dieter Gering, der immer wieder für die Fortsetzung dieser schönen Tradition eintrat und dies auch umsetzte. Umso schlimmer war die Betroffenheit, als die Nachricht vom plötzlichen Tod seiner Gattin Michaela am 29. Juli in Samedan eintraf, ein Tag bevor die beiden dorthin kommen wollten. Die „Gelnhäuser Samadener“ werden Michaela immer in freundschaftlicher Erinnerung behalten, sie gehörte einfach dazu.

Die 38-jährige Tradition in Samedan weist keine Unfälle oder Störungen im „Gelnhäuser Flugbetrieb“ auf. Wir wollen dies als gutes Omen für die Zukunft sehen und freuen uns schon jetzt auf Samedan im Jahr 2006.


 

     
   
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