Die Kunst des Streckensegelfluges besteht darin, das Wetter richtig beurteilen zu können und die daraus gezogenen Schlüsse sicher in die Tat umzusetzen. Es stellen sich dabei Fragen wie: In welchen Gebiet die beste Thermik zu erwarten? Wie schnell fliege ich bis zur nächsten Thermikwolke? Welchen Weg nehme ich dorthin? Wettereinschätzung, fliegerisches Können und taktische Überlegungen sind meistens viel wichtiger, als die Flugleistung des Flugzeugs.
Wenn man zu einem Streckenflug mit einem Segelflugzeug startet, weiß man nie genau, ob man seinen geplanten Landeort auch erreicht. Die falsche Taktik oder der falsche Flugweg haben schon oft einen Flug früher enden lassen, als es erwünscht war.
Steht man dann auf einem Acker, braucht man ein Team, das den Anhänger fertig macht und einen zurückholt. Je nachdem wie weit man gekommen ist, hat man dann einige Stunden Zeit, über seine Fehler nachzudenken, oder die Schuld einfach auf das zu schlechte Wetter zu schieben. Ganz übel ist es dann, wenn man die anderen Wettbewerbsteilnehmer in großer Höhe über seinen Landeacker fliegen sieht...