Die Fluglager der letzten Jahre führten uns in alle möglichen Richtungen z.B. Laucha, Tschechei und Ungarn im Osten. In südlicher Richtung waren wir auf der Hahnweide, und im Westen im letzten Jahr in Wershofen. Mehrere Jahre Fluglager in Porta Westfalica bei Hannover ließen uns bislang im Glauben wir wären auch schon im Norden gewesen, jedoch zeigte sich bei unserem diesjährigen Fluglager in Leck was Norden wirklich ist!
Vorgeschichte
In Vorbereitung dieses Fluglagers konnten wir uns per E-Mail mit dem dortigen Mitglied Hans-Joachim Storm (ist auch bei uns im Verein) einen ersten Eindruck über Unterkunft, Preise und Örtlichkeiten machen. Um noch genauere Infos über den Platz zu bekommen wollten wir uns jedoch noch, bevor die Entscheidung für Leck fiel, persönlich vor Ort von diesem Flugplatz überzeugen. So machten sich im Vorfeld Rainer, Sabine, Florian und ich auf den 650km langen Weg nach Leck (Ca. 10 Km. entfernt von der dänischen Grenze).
Bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass in ganz Nord- und Ostfriesland starke Schneefälle bis zu 1 1/2 Meter Land unter sich begruben, was das Auffinden des Platzes vor Ort als eher schwierig erscheinen ließ.
Natürlich konnte unser GPS nicht wissen, dass die vielen Möglichkeiten zum Platz zu gelangen aufgrund des Schneefalls nicht passierbar waren. Die Straße die unser GPS nicht anzeigte führte nach langer Suche und Freiräumen eines Baggers dann in die Nähe des Flugplatzes, zumindest konnten wir gewisse Bereiche davon 'schon' sehen! In der Einfahrt zum Flugplatz endete das kurze Fahrvergnügen dann auf einer Schneedüne in der wir dann erstmal wieder feststeckten. Daraufhin beschlossen wir erstmal den Rest des Weges zu Fuß zu gehen.
Nach dem wir angekommen und aufgetaut waren zeigten uns die recht freundlichen Mitglieder die Unterkünfte, Hallen und Flugzeuge, sowie den Rest des Platzes. Wenn auch nicht das Wetter, zumindest die Örtlichkeit war ok! Nach weiteren zwei Stunden Autoausgraben und 3 zerstörten Schleppseilen konnten wir dann unsere Fahrt zu einer Werkstatt antreten, da wir einen platten Reifen hatten, was uns aber eigentlich dann auch nicht mehr verwunderte! Sieben weitere Stunden später schlugen wir dann wieder in Gelnhausen auf !
Vier Wochen später !
Trotz des eher schlechten Wetters wagten wir uns einen Monat später dann doch mit der kompletten Gruppe nach Leck, wobei uns während dieser Zeit immer wieder versichert wurde dass das Wetter sich gebessert hatte. So kamen wir dann nach mehrstündiger Fahrt am Ostersamstag den 26.04.05 in Leck an. Mit dabei waren 2 Flugzeuge (ASK 21 & Ls4) und 20 Leute!
Den ersten Tag konnten wir bei starkem Wind und einer Wolkenuntergrenze von gut gemeinten 100m zum Einquartieren und Aufrüsten nutzen. Aber bereits am nächsten Tag ging es los mit der Fliegerei. Die darauf folgenden Tage wurden Wettertechnisch bis auf den Wind immer besser, wobei der zu anspruchsvollen Flügen und sehr lehrreichen Schulstarts führte.
Glücklicherweise konnten wir neben unserer ASK-21 und LS-4 auch noch die ASK-13 und den Twin Astir des Luftsportvereins Leck für die Schulung nutzen.
Am Dienstag kam dann mit 2 Tagen Verspätung auch noch unsere Cessna 182 D-EJCF in Leck an. Mit dabei Florian Wertmüller, Markus Müller und Matthias Schedler als zweiter Fluglehrer.
Das Motorflugzeug konnten wir für zahlreiche Flüge über Norddeutschland, der Nordsee/Ostsee und Dänemark nutzen, so dass jeder mal mit dabei war! Landungen auf Deutschen bzw. dänischen Inseln wie auf Aero waren genauso interessant wie zum Beispiel der IFR Anflug auf dem Militärflugplatz in Schleswig! Nebenbei erkundeten wir auch so manche Insel oder auch Dänemark mit dem Auto, was wir dann auch mit Schwimmbadbesuchen usw. verbunden haben. Nach einer sehr interessanten Woche traten wir dann wieder ohne Zwischenfälle die Heimreise an.
Sebastian Hermann